Dresden Neustadt

Bundeseigenes Wohngebäude

Melanchthonstraße 16 - 22

Bauzeit2001 - 2010
BauherrBundesanstalt für Immobilienaufgaben BIMA, Freistaat Sachsen NL Dresden II
Kosten2,6 Mio. €
BGF4.300 m²
BRI11.050 m³

WE Schlüssel

        1- Raum Wohnung    2 WE
        2- Raum Wohnung    3 WE
        3- Raum Wohnung    26 WE
        4- Raum Wohnung    7 WE davon 4 Maisonettewohnungen

Das Wohngebäude wurde in den 60er Jahren in Großblockbauweise errichtet. Der ursprüngliche Baukörper war 4- geschossig mit einem nichtausgebauten Satteldach. In den 4 Treppenhäusern lagerten sich pro Geschoss je zwei 4- Zimmer-Wohnungen an. In einer ersten Sanierung Anfang der 90er Jahre wurde die Kohleheizung auf Fernwärme umgestellt und die Fassade mit neuen Fenstern und Wärmedämmung versehen.

Nach einer weiteren mehr als 10 jährigen Nutzungszeit entsprachen Wohnungsausstattung und Grundrissgestaltung nicht mehr modernen Anforderungen. Darüber hinaus sollte das Dachgeschoss als vollwertiges Wohngeschoss ausgebaut werden. Das Gebäude wurde bis auf die tragenden Wände komplett entkernt, die wärmegedämmte Fassade wurde erhalten und in das energetische Konzept integriert.

Die 4- Raum Wohnungen mit je einem gefangenen Zimmer wurden zu großzügigen 3- Raum Wohnungen mit neu gestalteten Küchen und Bädern umgebaut. Alle Wohnungen erhielten einen Parkettbelag, Bäder und Küchen sind gefliest.

Die Ost- West Orientierung mit einer ausgeprägten Südseite zum Hof ermöglichte die Anordnung von Mietergärten für die Erdgeschosswohnungen.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Gestaltung des Dachgeschosses gelegt. Es sollte ein differenzierter Baukörper entstehen, der sowohl eine hohe Wohnqualität bietet als auch einen gestalterischen Höhepunkt darstellt. Im Wechsel von auskragenden Kuben und zurückweichenden Fronten wurden Erker, Balkone und Terrassen geschaffen. Von ihnen eröffnet sich ein Panoramablick über die Hänge des Elbtales bis hin zur Silhouette der Dresdner Altstadt. Dementsprechend großzügig wurden auch die Wohnungen gestaltet, neben 3- und 1- Raumwohnungen konnten Maisonettewohnungen eingeordnet werden, deren Zugang im 3.OG liegt und über eine innen liegende Treppe weitere Räume im Dachgeschoss erschließt.

Der Dachaufbau besteht aus einer kombinierte Stahlrahmen- Holzkonstruktion. Die konstruktive Herausforderung bestand in der Ableitung der Lasten des differenzierten Baukörpers auf die wenigen tragenden Wände, da auf eine lastverteilend Unterkonstruktion verzichtet wurde, um schwellenlos in das Dachgeschoss zu gelangen. Aus diesem Grund erfolgte auch ein Einschub der Brettstapeldecke in die Profile der Stahlträger.

Die Putzfassade wurde bis zur Brüstungshöhe des Dachgeschosses erweitert, dadurch konnte die Höhe des mit Faserzementplatten verkleideten Aufbaus optisch verringert werden. Die Farbgestaltung beschränkt sich auf wenige Farbtöne, es dominiert das Weiß der Fassade, Dachaufbauten und Balkone sind mit Faserzementplatten in verschiedenen Grautönen bekleidet, als Kontrastfarbe wird ein Orangeton eingesetzt, der an den Leibungen der Treppenhausfenstern und in den Treppenhäusern wiederkehrt.

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