ARNSTADT

THEATER IM SCHLOSSGARTEN

Bauzeit1992 – 1995
BauherrStadtverwaltung Arnstadt - Markt 1, 99310 Arnstadt
Kapazität320 Plätze im Saal, 80 Plätze im Café
Baukosten10,5 Mio. DM
Bebaute Fläche1.290 m²
BGF3.666 m²
BRI12.550 m³

Das 150-jährige Theater, im Arnstädter Schlosspark gelegen, bildet im Ensemble mit der vorhandenen Konzertbühne für Freiluftveranstaltungen ein kulturelles Kleinod. Diese Einmaligkeit galt es zu bewahren und zu einem anziehenden Erlebnisraum für vielfältige kulturelle Nutzungsmöglichkeiten, in Verbindung mit der „Kulisse“ des Schlossparks, weiterzuentwickeln.

Im Ergebnis der Sanierung und Erweiterung sollte ein attraktives Gastspieltheater für die Region und ein kultureller Mittelpunkt der Stadt Arnstadt neu entstehen.
So wurden zunächst die Hauptkörper von ihren seitlichen Anbauten befreit.
Die neu hinzugekommenen Gebäudeteile lehnen sich an den Längsseiten des Altbaus an und schließen, der natürlichen Geländetopographie folgend, den Platz zwischen Theater und Konzertmuschel. Die historisch wertvollen Giebelfassaden wurden nach historischem Vorbild wiederhergestellt.

Für die Neubauten wurde eine Gestalt gewählt, die sich formal von den historischen Baukörperformen und Fassadengestaltungen abhebt und diese in ihrer architektonischen Wirkung steigert.
Die neuentstandenen geschwungenen Dächer nehmen Bezug zur umgebenden Parklandschaft und unterstreichen den Solitärcharakter des Theaters.

Die Transparenz und Leichtigkeit der Neubauten stehen im Kontrast zum Altbau. Die klassizistische Eingangsfront spiegelt sich in der Glasfassade des Foyerneubaus wider. In den Neubauten, die sich wie Schienen an den Altbau lehnen, wurden alle dienenden Funktionen, mit zahlreichen inneren Verbindungen zum historischen Altbau eingeordnet. So nimmt der südliche Anbau das Foyer mit Besuchergarderobe, Besucher-WC und im 1.OG das Theatercafé mit 80 Plätzen auf. Die verglasten Seitenfoyers bieten gleichzeitig Platz für eine Galerie, schaffen am Tag eine großflächige optische Verbindung zum Park und strahlen abends in repräsentativer Festlichkeit, der Funktion des Theaters entsprechend.
Die differenzierte Gestaltung der Baukörper wurde auch bei der Konzipierung der neuentstandenen Innenräume fortgesetzt. So weisen die Neubauten große klare Formen mit ineinanderfließenden Raumbeziehungen auf. Die Farben wurden auf gelbe, blaue und hellgraue Grundtöne reduziert, ergänzt durch Edelstahl und schwarze Stahlkonstruktionen. Die Ausstattung wurde sachlich und formal ruhig gehalten. Durch diesen gestalterischen Kontrast wird die festliche Ausstattung des Saales und des Foyers im historischen Altbau gesteigert. Den Höhepunkt des Raumerlebnisses bildet der Saal mit seinen wiederhergestellten klassizistischen Grundformen der Holzarchitektur in hellen Farben, dem Dunkelrot der erneuerten Theaterbestuhlung und des Hauptvorhangs, sowie dem neugestalteten Messingkronleuchter als Mittelpunkt.

Mobil eingebaute Stühle bieten die Möglichkeit für 6 Rollstuhlplätze, die stufenlos über behindertengerechte Zugänge erreichbar sind.

Das Theater wurde mit einer modernen Heizungs- und Lüftungsanlage ausgestattet. Die Belüftung des Saales und des Ranges erfolgt über einen Druckraum und Fußbodenauslässe. Bühnentechnik, szenische Beleuchtung und Elektroakustik wurden komplett erneuert. Alle technischen Einbauten berücksichtigen die Wiederherstellung der historischen Architektur des Saales.

Der Südanbau mit Foyer und Theatercafé ist räumlich abtrennbar, so dass dieser Teil mit seiner interessanten Lage zum Park auch separat und unabhängig vom Theaterbetrieb, z.B. für Veranstaltungen auf dem Vorplatz, genutzt werden kann.

Homepage des Theaters : www.theater-arnstadt.de

 

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